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Die Kampagnen 2009

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Kampagnen des Jahres 2009:


Darmkrebs-Screening ist kein „Burgenland-Witz“!

Darmkrebsvorsorge

Die Darmkrebs-Früherkennung im Rahmen einer Koloskopie wird ab dem 50. Lebensjahr empfohlen und ist seit Oktober 2005 in die Vorsorgeuntersuchung in Österreich integriert. Leider nehmen aber noch immer nur 12 % der Bevölkerung diese Untersuchung in Anspruch. Bei einer 100 %igen Teilnahme könnten jedoch 90 % aller Darmkrebserkrankungen verhindert werden.

Grund genug für die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) ein landesweites Screening zu fordern. Denn ein Projekt im Burgenland zeigt, dass mit einem institutionalisierten Screening die Sterberate deutlich gesenkt werden kann.


Darmkrebs kündigt sich an

Darmkrebs ist einer der wenigen Krebsarten, die sich „ankündigt“: Zunächst gutartige Polypen im Darm können innerhalb von 10 Jahren entarten und zu Krebs werden. Der Nachteil dieser Polypen ist, dass sie kaum Symptome verursachen und daher auch nicht bemerkt werden. Umso wichtiger ist die Darmspiegelung (Koloskopie), bei der die Polypen gleich abgetragen werden können. Diese Darmkrebs-Früherkennungs-untersuchung ist daher gleichzeitig auch die wichtigste Therapiemaßnahme. Die EU verabschiedete bereits 2007 eine Deklaration, in der ein flächendeckendes Einladungsverfahren (Screening) zur Koloskopie gefordert wurde. In Österreich ist dies – bis auf einige wenige Modellprojekte – bis dato noch nicht umgesetzt.

„Die Kosten-Nutzen-Rechnung eines Screenings spricht für sich,“ erklärt Univ. Doz. Dr. Werner Weiss von der ÖGGH. „Internationale Studien belegen, dass jeder Euro, der in die Darmkrebsprävention investiert wird, eine Einsparung von rund 6 Euro ergibt.“ Die Behandlung eines Darmkrebs-Patienten kostet rund 42.000 Euro, um sein Leben um 16 bis 22 Monate zu verlängern. „Würden alle Menschen ab 50 zur Vorsorge-Koloskopie aufgerufen und der Einladung folgen, dann könnte sich das Gesundheitswesen diese enormen Behandlungskosten sparen,“ bekräftigt auch der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. „Denn immerhin erkranken jährlich rd. 5.000 Menschen in Österreich an Darmkrebs.“


Vorzeigeland Burgenland

Die Krebshilfe verweist auf das Modellprojekt im Burgenland, wo bereits seit 1987 Personen über 40 zur Vorsorgeuntersuchung eingeladen werden. Rund 50 % der Eingeladenen nahmen bis dato das Angebot an, 3.497 Menschen davon waren Polypenträger, in 191 Fällen wurde Krebs entdeckt. Die Sterberate durch Darmkrebs konnte dadurch auf 15,3 % unter dem Österreichdurchschnitt gesenkt werden. Auch das Bundesland Vorarlberg setzt seit vielen Jahren auf Darmkrebs-Screening und auch hier ist es gelungen, die Sterblichkeitsrate und die Anzahl der Neuerkrankungen entscheidend zu senken. 


Darmkrebs-Vorsorge

Die Darmkrebs-Vorsorge sollte ab dem 40. Lebensjahr beginnen. Einzige Ausnahme: Personen, in deren Familie Dickdarmkrebs aufgetreten ist. Hier sollten die Früherkennungsuntersuchungen bereits früher vorgenommen werden. Folgendes Vorsorge-Schema gilt bei Darmkrebs:

1. Ärztliches Gespräch im 40. Lebensjahr
Erhebung einer eventuell vorhandenen Risikosituation: Gibt es Verwandte ersten Grades mit Dickdarmkrebs sowie chronische Erkrankungen wie z. B. Colitis ulcerosa (=chronisch entzündliche Darmkrankheit)? In diesem Gespräch sollte auch erhoben werden, welche Vorsorgemethode die beste ist.

2. Okkulttest 1 x jährlich ab dem 40. Lebensjahr
Untersuchung auf okkultes (verborgenes) Blut im Stuhl, das von Polypen, aber auch von bösartigen Tumoren stammen kann. Dieser Test kann, wenn er regelmäßig durchgeführt wird, die Darmkrebs-Sterblichkeit bis zu einem Drittel senken. Allerdings ist dieser Test nicht hundertprozentig, da viele Tumore zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht bluten. Die Treffsicherheit des Testes nimmt daher mit der Regelmäßigkeit der Untersuchung zu.

Qualitätszertifikat

3. Sanfte Koloskopie ab dem 50. Lebensjahr alle 7 – 10 Jahre
Bereits während der Koloskopie können verdächtiges Gewebe oder Polypen entnommen werden, die anschließend unter dem Mikroskop beurteilt werden. Die Koloskopie dient daher zur Krebsvorsorge, Diagnose und Therapie in einem. Die ÖGGH hat in jahrelangen Verhandlungen und Bemühungen gemeinsam mit dem Hauptverband im Vorjahr das „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ ins Leben gerufen. Dieses Zertifikat ist ein Gütesiegel, das für die Qualitätssicherung der endoskopierenden Stelle steht. 215 Ärzte und Abteilungen haben dieses „Qualitätszertifikat“ erhalten. Die Adressen der Zertifikatinhaber sind in der Krebshilfe-Broschüre „Darmkrebsvorsorge“ aufgelistet. Eine Suchmaschine unter www.krebshilfe.net bietet online Zugriff auf diese Adressen.


Krebshilfe-Veranstaltungen zur Darmkrebsvorsorge

18. März 2009, „Tag der Darmgesundheit“ Innsbruck, 16.30 – 20.30 Uhr Ursulinensäle, Innrain 7, 6020 Innsbruck, Eintritt frei
2. April 2009, „Tag der Darmgesundheit“ Graz, 16.30 – 20.00 Uhr Merkur Versicherung, Neutorgasse 57, 8010 Graz, Eintritt frei
6. Juni 2009, „1. Grazer Darmtag“, Sanatorium Kastanienhof, Programm demnächst unter www.krebshilfe.at

Sonne ohne Reue

Sonne ohne Reue

Seit nunmehr 21 Jahren informiert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie über den richtigen Umgang mit der Sonne: „Sonne ohne Reue“ ist das Markenzeichen für Hautkrebs-Aufklärung und -Vorsorge in Österreich. Neben der Internet-Sonnenplattform www.sonneohnereue.at, der Dermatologen-Suchmaschine und der neuen Broschüre „Sonne ohne Reue“ steht die Aufklärung in Freibädern, an Kindergärten und Schulen auf dem Programm.


Die Aktion „Sonne ohne Reue“ hat ihren Ursprung 1988. Damals galt es noch als besonders „chic“, aus dem Urlaub „sonnenverbrannt“ zurückzukommen, es war sogar der Inbegriff von „gesundem Aussehen“. Über die Gefahren des Sonnenbadens ohne entsprechende Sonnenschutzmittel wurde nicht gesprochen. Seit damals hat sich jedoch viel verändert. Die Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie, aber auch Gesundheitsministerium informieren die Bevölkerung unermüdlich über die Gefahren des falschen Umgangs mit der Sonne: Vielen Menschen ist mittlerweile bewusst, dass ein „Braten“ in der Sonne ohne Schutzmaßnahmen nicht nur zur vorzeitigen Hautalterung und Hauterkrankungen, sondern vor allem zu Hautkrebs führen kann.

Trotzdem lassen noch immer viele Menschen zu lange Zeit verstreichen, ehe sie wegen Hautveränderungen ihren Arzt aufsuchen. In den letzten Jahren verzeichnete vor allem der noch weniger beachtete „helle Hautkrebs“ einen Anstieg. Die so genannte aktinische Keratose ist eine durch UV-Strahlung hervorgerufene „Läsion“, die sich meist durch mehrere rötliche, krustige Erhebungen auf der Hautoberfläche bemerkbar macht. Der Übergang zwischen gut- und bösartiger Veränderung ist auch hier – ähnlich wie beim Melanom – fließend. „Unsere Botschaft lautet: Hautkrebs ist heilbar, wenn er frühzeitig erkannt und therapiert wird. Dies gilt sowohl für das Melanom, als auch für den hellen Hautkrebs,“ bekräftigt Univ. Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie, Wien.

Mit der Kampagne „Sonne ohne Reue“ möchte die Österreichische Krebshilfe vor allem aufklären: „Wir wollen keine Ängste vor der Sonne schüren, sondern darauf hinweisen, dass der richtige Sonnenschutz wichtig und notwendig ist und ein Selbstverständnis für den richtigen Umgang mit der Sonne schaffen,“ erklärt Krebshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. Denn der vernünftige Umgang mit der Sonne ist der wesentlichste Faktor der Hautkrebsvorsorge.

„Sonnenschutzmittel sind essentiell bei der Vorbeugung von Hautkrebs“, sagt Gesundheitsminister Alois Stöger. Alle Sonnenschutzmittel bieten heute UVA- und UVB-Schutz. Um den Konsumenten die Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels zu erleichtern, gibt es jetzt europaweit eine neue Kennzeichnung. Sonnenschutzmittel müssen mindestens einen LSF von 6 aufweisen. Umfangreiche Informationen zur neuen Kennzeichnungspflicht und wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne gibt die neue Broschüre „Sonne ohne Reue“. Sie ist kostenlos bei Dermatologen und bei der Krebshilfe unter 01/7966450 erhältlich. Unterstützt werden Krebshilfe und Dermatologen auch heuer wieder von Kooperationspartnern, deren Engagement die hohe Auflage dieser Broschüre ermöglicht.


Krebshilfe-Experten werden im Aktionszeitraum Österreichs Freibäder besuchen und Interessierte zum Thema Hautkrebsfrüherkennung und zum richtigen Sonnenschutz beraten. Die Krebshilfe dankt der Firma Spirig für die Bereitstellung von Sonnenschutzproben.

Früh übt sich, wer ein Sonnenprofi werden will
Die Österreichische Krebshilfe führt seit Jahren pädagogische Aufklärung zum richtigen Umgang mit der Sonne an Schulen und Kindergärten durch. Heuer werden 15.000 Kinder über den richtigen Umgang mit der Sonne informiert. Diese Aufklärungsaktion kostet natürlich Geld. Umso dankbarer ist die Krebshilfe, dass sich La Roche-Posay bereit erklärt hat, diese Aufklärungsaktion zu unterstützen. Beim Kauf der speziell auf Sonnenvorsorge abgestimmten „Ich bin ein Sonnenprofi“-Sets (Sonnenvorsorge-Rucksack inkl. Kinder Sonnenschutz-Produkt + gratis Repairpflege und Memory-Spiel) gehen € 2,- pro Set an die Krebshilfe zur Unterstützung der Aufklärung der Kinder im richtigen Umgang mit der Sonne. Erhältlich sind die Sets in allen teilnehmenden Apotheken.


Niederösterreich:
Gesundheitsvorsorge-Aktion Haut und Sonne gemeinsam mit der NOEGKK in 20 NÖ Freibädern mit Vorsorgeinformationen und Hautchecks. http://www.noegkk.at

Burgenland:
Sonne ohne Reue im Freibad Eisenstadt, Termin: Anfang Juni. http://www.krebshilfe-bgld.at

Steiermark:
Aktion sunwatch:

21. 6. 2009, 11.00-17.00 Uhr, Asia Spa Leoben
28. 6. 2009, 11.00-17.00 Uhr, Parktherme Bad Radkersburg
5. 7. 2009, 11.00-17.00 Uhr, Therme Loipersdorf.

Vorarlberg:
Bädertag am 6. 6. 2009 in Vorarlbergs Freibädern
„Wo ist Günter´s Baseballmütze“ – Mai, Juni, Anfang Juli an den Volksschulen
„Sonnenfest“ (anlässlich 10 Jahre „Wo ist Günter`s Baseballmütze“ an der Volksschule Nofels in Feldkirch) am 5.6.2009
Tag der offenen Türe an der Dermatologie am Landeskrankenhaus Feldkirch.

Oberösterreich:
Sonne ohne Reue – Hautkrebsvorsorge in oö. Kindergärten: Auch heuer werden wieder Kindergärten in OÖ besucht, wobei die „Krebshilfe-Sonnenfrauen“ den Kleinsten in spielerischer Form und ohne zu ängstigen den richtigen Umgang mit der Sonne näher bringen.
Information und Anmeldung: Österr. Krebshilfe OÖ, 4020 Linz, Harrachstr. 13.


Ein Dankeschön an alle Unterstützer, Sponsoren und Partner der Aktion!

Sponsoren

Men's Health Week

Mens Health Week

Männer sind „Vorsorgemuffel“
„Männer und Vorsorge“ – das war bislang ein Paradoxon. Denn nur 15 bis 20 Prozent der Männer ab 50 nutzen die Vorsorgeuntersuchungs- und Krebsfrüherkennungsangebote bei Prostatakrebs. Dabei können gerade die Früherkennungsuntersuchungen lebensrettend sein. Bei frühzeitiger Erkennung der Krankheit können bis zu 90 Prozent der Betroffenen geheilt werden.


Österreichweite Aufklärungskampagne 2009

Langsam findet aber ein Umdenken statt. Damit Vorsorge noch mehr im Männerbewusstsein verankert wird, startet die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Initiative „mission healthy men“ rechtzeitig vor dem Vatertag am 14. Juni auch heuer wieder mit einer TV- Aufklärungskampagne als Auftakt zur Men`s Health Week von 15. - 21.06.09. Dabei sollen Österreichs Männer mittels TV-Spots mit dem ORF Moderator Wolfram Pirchner daran erinnert werden, ihre Früherkennungsuntersuchungen wahr zu nehmen. Das ehrenamtliche Engagement von Wolfram Pirchner und die Unterstützung des ORF ermöglichen es, diese Spots zu senden.

Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn, Gründer der Initiative „mission healthy men“ und Präsident der International Society for Men’s Health & Gender (ISMH): „Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Weltweit erkranken jährlich 670.000 Männer, in Europa mehr als 300.000 und in Österreich 4.000. Mit unserer Aufklärungskampagne wird der Vatertag ab 2009 eine neue Bedeutung bekommen: denn das Schönste was wir unseren Vätern, Großvätern, Ehemännern und Söhnen wünschen, ist ein gesundes und erfülltes Leben.“

Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe: „Mangelndes Bewusstsein gegenüber Gesundheitsrisiken und oftmals ein ungesunder Lebensstil tragen dazu bei, dass Männer im Schnitt sechs Jahre früher sterben als Frauen. Dieser Unterschied zeigt sich auch bei der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen. Grund genug für die Österreichische Krebshilfe, gemeinsam mit der Initiative „mission healthy men“ Österreichs Männer rechtzeitig zum Vatertag an ihre Gesundheit zu erinnern.“


Vorsorge durch Früherkennung – „Bleiben Sie am Ball“

Neben den TV-Spots informieren die Österreichische Krebshilfe und die Initiative „mission healthy men“ in der neuen Vorsorge-Broschüre „Bleiben Sie am Ball“ über Krebsvorsorge und Früherkennung für Männer. Die Broschüre ist ab sofort kostenlos bei der Österreichischen Krebshilfe erhältlich.

Die Österreichische Krebshilfe und die Initiative „mission healthy men“ bedanken sich beim ORF für die Kooperation.


„mission healthy men“ macht Männergesundheit zum Thema

Männer sterben im Durchschnitt 7 Jahre früher als Frauen. Noch immer nutzen nur 15% aller Männer Vorsorgeuntersuchungs- und Krebsfrüherkennungs-Angebote. Die von Univ. Prof. Dr. Siegfried Meryn 2007 ins Leben gerufene Initiative „mission healthy men“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Probleme aufzuzeigen und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und gezielten Aktivitäten nicht nur die medizinische Weiterentwicklung und Forschung zu unterstützen, sondern vor allem ein Gesundheitsbewusstsein in die Köpfe aller Männer zu tragen. „mission healthy men“ ist eine Non Profit Organisation, die sich den Themen Männergesundheit und Vorsorge widmet. Sämtliche Spendengelder werden ausschließlich für Forschung, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit verwendet.

 

Pink Ribbon

Das Pink Ribbon ist das internationale Zeichen der Solidarität mit Brustkrebspatientinnen und Ausdruck der Hoffnung auf Heilung.

Die Idee für eine »rosa Schleife« hatte 1992 Evelyn Lauder, die Schwiegertochter der Gründerin des Kosmetikunternehmens Estée Lauder und wurde zur weltweiten Brustkrebsaktivistin. Jedes Jahr findet aus Anlass des Brustkrebsmonats Oktober die Pink Ribbon Aktion statt.

> Hier finden Sie mehr Information zur Pink Ribbon Aktion 2009