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viagra günstig kaufen forum Die Gründe für die oft schlechte Kommunikationsstruktur, an der Ärzte und Patienten gleichermaßen leiden, sind auf institutioneller und auf persönlicher Ebene zu suchen.

Auf der persönlichen Ebene spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Ärzte stehen unter permanentem Zeitdruck und Stress und sind oft hoffnungslos überfordert.
  • Täglich mit schwerkranken Menschen zu arbeiten, Überbringer schlechter Nachrichten zu sein, Entscheidungen über Behandlungsmethoden zu treffen und dabei eine befriedigende Art der Kommunikation zu finden, ist keine leichte Aufgabenstellung.
  • Jeder Patient löst beim Behandler unterschiedliche Gefühle aus.
  • Jeder Arzt wird in der Arbeit mit Krebspatienten auf seine eigenen Gefühle wie Ängste, Aggressionen, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung etc. zurückgeworfen. (Wenn Sie z.B. selbst gerade Vater geworden sind und einem Patienten begegnen, der gleich alt ist wie Sie, ebenfalls Vater geworden ist und Hodenkrebs hat, werden Sie möglicherweise emotional betroffener sein, als bei einem Patienten, der in einer weniger ähnlichen Situation ist wie Sie selbst).
  • Sollten Sie einem sterbenden Patienten begegnen, werden Sie sehr wahrscheinlich an Ihren eigenen Tod und die damit verbundenen Gefühle denken.
  • Es ist ganz normal und natürlich, Gefühle den Patienten gegenüber zu entwickeln, allerdings ist es ganz wichtig, Gefühle nicht zu verleugnen, sondern zuzulassen.
  • Ganz wichtig ist es auch, dass Sie sich selbst sehr gut kennen und nicht in die Situation kommen, dass Sie die Gefühle des Patienten von den eigenen Gefühlen nicht mehr unterscheiden können, denn oft lösen die Gefühle des Kranken, wie Todesangst, bei Ihnen ähnliche Gefühle wie z.B. Angst und Depression aus.
  • Wenn Sie diese Gefühle nicht verarbeiten, dann können Sie nicht mehr wirklich hilfreich für den Patienten sein.
  • Denn die Angst vor der inneren Überwältigung setzt Abwehrmechanismen in Gang, die als solche nicht erkannt werden: Lüge, Verleugnung, starke Sachlichkeit, kürzeres Verweilen am Krankenbett, Vermeidung eines Gesprächs, längeres Wartenlassen ...
  • Behandler müssen sich ihrer eigenen Grenzen bewusst werden und sich fragen, was und wie viel sie sich zumuten können und wie belastbar sie zur Zeit sind.

Viele Ärzte leiden an einem Burn-out-Syndrom, das eine ganz normale menschliche Reaktion auf Überlastung und Stress ist, aber vermieden werden kann, wenn Warnsignale früh genug richtig gedeutet werden.
Vorbeugende Maßnahmen für Ärzte und Pflegepersonal können diesen Warnsignalen entgegentreten:

  • Regelmäßige Supervision und Intervision.
  • Selbsterfahrung bei Psychologen/Psychotherapeuten.
  • Fallbesprechungen.
  • Entspannungsverfahren – z.B. Autogenes Training.
  • Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Arzt-Patientenbeziehung.

source link Das wichtigste Instrument der Begleitung ist der Begleiter selbst. (W.König, 1993)