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Viele Patienten und Angehörige kommen zu uns und sind sehr frustriert, weil im Krankenhaus niemand mit ihnen spricht. Es herrscht permanenter Zeitmangel, Ärzte haben viel zu tun und leider bleibt da oft der Patient mit all seinen Fragen und Anliegen auf der Strecke.
Bei der Verständigung zwischen Arzt und Patient gibt es verschiedene Hürden. Diese Hürden lassen sich nehmen, wenn man sie kennt:

Wissensstand über die Erkrankung:

  • Ärzte beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Krankheitsbildern und Therapiemöglichkeiten. Sie haben also dem Patienten gegenüber einen enormen fachlichen Vorsprung. Der Patient war bis zum Zeitpunkt der Diagnose meist noch überhaupt nicht mit dem Thema Krebs beschäftigt und weiß natürlich noch nicht so viel.
  • Was für den Arzt alltägliche Routine ist, ist für den Patienten „Neuland“. Alles ist unerwartet, unbekannt und meist auch sehr bedrohlich.
  • Es besteht ein Informationsgefälle. Der Arzt verwendet eine eigene Sprache und spricht meist in Fachausdrücken, die der Patient nicht verstehen kann.
  • Es besteht ein hierarchisches Gefälle. Ärzte werden immer noch oft als „Götter in Weiß“ gesehen und viele Patienten schreiben den Ärzten Allmächtigkeit zu.
  • Der Krankenhausbetrieb verunsichert Patienten. Von einem Moment zum anderen werden Menschen aus dem Alltag herausgerissen und müssen sich an den „Apparat Krankenhaus“ gewöhnen.

- Sehen Sie in Ihren behandelnden ÄrztInnen Partner und Helfer, deren Wissen wichtig für Sie ist.
- Stellen Sie die Ärzte auf kein Podest, sie sind nicht allmächtig und wissen auch nicht alles.
- Sprechen Sie mit Ihren Ärzten und sagen Sie Ihnen, was Sie brauchen.