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Schmerzen gehören zu den meist gefürchteten Symptomen bei Krebs, obwohl sie weitgehend mittels Schmerztherapien gelindert bzw. gänzlich vermieden werden können.
Krebs wird meistens automatisch mit Schmerzen assoziiert.
Dabei ist diese Angst oft unbegründet, da nicht jeder Krebspatient unter Schmerzen leidet. Es gibt Untersuchungen, wonach bis zu 40% der Krebspatienten während ihrer Krankheit schmerzfrei bleiben!

Eigentlich gibt es gar keinen spezifischen oder charakteristischen Krebsschmerz, dieser kann vielmehr völlig unterschiedlich in Entstehung, Ursache und Auswirkung sein.

Ursachen der Schmerzen:

  • In den meisten Fällen (60 - 90%) sind Schmerzen auf den Primärtumor oder Metastasen zurückzuführen (z.B. Knochen- und Nervenschmerzen, Haut und Muskulatur, innere Organe).
  • Oft (10 - 25%) sind die Schmerzen therapiebedingt (Operationen, Chemo-, Strahlentherapie).
  • Seltener (5 - 20%) sind Begleiterscheinungen im Rahmen der Tumorerkrankung Auslöser für Schmerzen (z.B. Gürtelrose).

Es ist zu unterscheiden zwischen akuten (z.B. postoperativen) und chronischen Schmerzen.
Bei chronischen Schmerzen fühlt sich der/die PatientIn erschöpft, neigt zu Schlafstörungen, Angstgefühlen und Niedergeschlagenheit.
Tatsache ist, dass heute kein Patient mehr dank der wirksamen schmerztherapeutischen Behandlungsmethoden unter Schmerzen leiden muss.
Schmerzen sind mittlerweile zu einem eigenen Krankheitsbild avanciert und dementsprechend fortgeschritten sind die therapeutischen Methoden. Es gibt eigens auf Schmerztherapie spezialisierte Fachärzte und Schmerzambulanzen, die fast allen TumorpatientInnen zu einer erheblichen Linderung ihrer Schmerzen verhelfen bzw. sie gänzlich schmerzfrei stellen.
In den meisten Fällen werden Schmerzmittel wie Paracetamol oder Morphine in Medikamentenform verabreicht (Tabletten, Zäpfchen, Pflaster, Tropfen). Darüber hinaus gibt es auch alternative Schmerzbehandlungsformen (Akupunktur, Entspannungstherapien, pflanzliche Substanzen).

Oft glauben KrebspatientInnen, dass neu aufgetretene Schmerzen nur vorübergehend sind und möchten diese lieber aushalten, als schmerzstillende Medikamente einzunehmen. Auch die Angst von Abhängigkeit (Sucht) oder Nebenwirkungen bei Einnahme starker Medikamente (z.B. Morphium) läßt viele PatientInnen zögern. Bei einer individuell und optimal angewandten Schmerztherapie sind diese Befürchtungen jedoch unbegründet.
Unbehandelter Schmerz ist ein Stressfaktor für Körper und Seele und verzögert den Heilungsprozess.

Daher ist das oberste Ziel in der Krebstherapie die Schmerzfreiheit eines Patienten, denn nur so findet der Körper Ruhe.

Bezeichnet den absoluten Erschöpfungszustand bei KrebspatientInnen. Anders als bei üblicher Müdigkeit, kann Fatigue nicht durch ausreichenden Schlaf überwunden werden.
Tumormüdigkeit oder Fatigue gehört zu den häufigsten Beschwerden von KrebspatientInnen. Nahezu alle Krebskranken leiden daran. Am stärksten treten Fatigue-Symptome während der Behandlung auf.

Typische Merkmale von Fatigue:

  • Extreme Müdigkeit bereits nach einfachen Aktivitäten (Gehen, Sprechen oder Entscheidungen treffen, können zu beinahe unüberwindlichen Hürden werden),
  • allgemeine Schwäche und/oder Schweregefühl in den Gliedern,
  • Mühe beim Erledigen alltäglicher Arbeiten,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Vergesslichkeit,
  • schlechte Motivation und Lustlosigkeit,
  • Gefühle von Frustration, Traurigkeit und/oder Reizbarkeit.

Fatigue tritt häufig als Nebenwirkung von Chemo- und Strahlentherapie auf.

Fatigue beeinträchtigt in erster Linie das körperliche und emotionale Wohlbefinden, die Arbeitsfähigkeit sowie das Sexualverhalten.
Fatigue ist eine quälende Form der Müdigkeit, die bis zur vollkommenen Erschöpfung führen kann. Sie ist viel stärker als "normale" Müdigkeit und kann auch durch ausreichenden Schlaf nicht überwunden werden. Schwäche, Energieverlust und totale Erschöpfung begleiten die Krankheit.
Eine der wesentlichen Ursachen von Fatigue ist die Blutarmut, d.h. ein Zustand, in dem es dem Körper an roten Blutkörperchen fehlt.

Maßnahmen gegen Fatigue:

  • Viel Ruhe und genügend Schlaf,
  • Gesunde Ernährung (Eisen, Vitamine),
  • Ablenkung und Unterhaltung,
  • Hilfe in Anspruch nehmen (lassen Sie sich möglichst viele Aufgaben abnehmen),
  • Psychologische Hilfe,
  • Medikamentöse Maßnahmen (EPO, Erythrozyten-Transfusion, Antidepressiva, Neuroleptika, Antiemetika).

Broschüre der Österr. Krebshilfe: "Fatigue: Erschöpfungssyndrom bei Krebs."

Haarausfall ist leider eine häufige Begleiterscheinung von Chemotherapien. Oft verlieren die Betroffenen sämtliche Haare am Körper, nicht nur die Kopfhaare. Nach Beendigung der Therapie wachsen die Haare aber wieder nach.

Im Zuge einer Krebserkrankung wird der Stoffwechsel des Körpers derart verändert, dass es zum rapiden Gewichtsverlust kommt. Appetitlosigkeit, frühes Sättigungsgefühl, Blutarmut, Wassereinlagerungen (Ödem), Störung der Elektrolyte kennzeichnen diesen Gewichtsverlust, der mit einem massiven Verlust an Lebensqualität einhergeht.

Häufig leiden KrebspatientInnen unter Infektionen, welche die Lebensqualität durch Fieber, Entzündungen oder Schmerzen erheblich beeinträchtigen können. Sie können mit Schüttelfrost, Husten, Brennen beim Urinieren, Rötungen und geschwollenen Körperteilen einhergehen. In jedem Fall ist sofort der Arzt zu informieren.

Neben vermehrter Flüssigkeitsaufnahme und angepasstem Essen (weiche, feuchte Nahrung wie Cremes, Gerichte mit Soßen und Geschmortes) gibt es auch Medikamente, die die Speichelproduktion anregen.

Wurden Lymphknoten unter der Achsel oder in der Leistengegend entfernt, kann sich Flüssigkeit in dem betroffenen Bereich anstauen. Solchermaßen betroffene Gliedmaßen sind anfälliger für Infektionen. Rötung, Wärme, rote Streifen, entzündete Bereiche, taubes Gefühl, Schmerzen sind Anzeichen für eine solcherart hervorgerufene Infektion.

Sind oft Begleiterscheinungen einer Chemotherapie, können aber medikamentös aufgefangen werden können.

Entsteht, wenn sich Flüssigkeit um die Lungen ansammelt und tritt häufig bei KrebspatientInnen auf. Schmerzen, Atemnot, trockener Husten und Lungeninfektionen können auftreten, wenn die Flüssigkeitsmenge zunimmt bzw. nicht behandelt wird.

  • Harnblasenbeschwerden:

Harnblasenprobleme (vermehrter Harndrang) können infolge von Chemotherapie-behandlungen oder Harnblasenkathetern entstehen.

  • Blutungen:

Durch die meist langsamere Blutgerinnung bei KrebspatientInnen können Blutungen problematisch sein. Blut im Urin, Stuhl oder Erbrochenem aber auch Blut beim Husten sind unbedingt dem Arzt zu melden.

  • Entzündung der Schleimhäute
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall/Verstopfung